Mit ‘verklappen’ getaggte Artikel

Hamburg kippt Hafenschlick vor Helgoland in die Nordsee | Abendblatt.de | 11.07.2014

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Vor Helgoland sollen 800.000 Kubikmeter des mit Schwermetallen belasteten Sandes ins Meer gekippt werden. In Schleswig-Holstein befürchtet man, dass das zu Umweltproblemen führen könnte.

Hamburg beginnt am heutigen Freitag mit der Verklappung von Hafenschlick in der Nordsee. 800.000 Kubikmeter des mit Schwermetallen belasteten Sandes sollen rund 15 Kilometer vor Helgoland ins Meer gekippt werden. Schleswig-Holstein und Hamburg hatten sich 2013 auf diese Übergangslösung geeinigt. Sie läuft Ende dieses Jahres aus. Bis dahin will Hamburg einen anderen Weg gefunden haben, die Versandung des Hafens zu verhindern. Ob dieser Termin zu halten ist, gilt als fraglich. Zudem werden alle anderen Lösungen deutlich teurer werden als die bisherige.

Der Schlick sorgt seit Jahren für Streit zwischen den beiden Ländern. In Schleswig-Holstein befürchtet man, dass die Schwermetalle zu Umweltproblemen führen könnten. 2012 sprach das Land gar ein Verklappungsverbot aus. Der nun geltende Kompromiss beinhaltet erstmals eine finanzielle Gegenleistung. Pro Kubikmeter Schlick muss Hamburg zwei Euro zahlen. 1,6 Millionen Euro werden nun also fällig. Schleswig-Holstein will das Schlickgeld in eine noch zu gründende Stiftung Nationalpark Wattenmeer stecken, die Naturschutzmaßnahmen finanziert. Gern wird das Geld nicht genommen. Robert Habeck (Grüne), Schleswig-Holsteins Umweltminister, mahnte : “Hamburg muss wissen, dass wir eine nachhaltige Lösung des Schlickproblems brauchen.”

http://www.abendblatt.de/region/article130034581/Hamburg-kippt-Hafenschlick-vor-Helgoland-in-die-Nordsee.html

Hamburg kippt Hafenschlick vor die Westküste | SHZ.de | 15.05.2013

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Weitere 600.000 Kubikmeter Schlamm darf Hamburg in der Nordsee vor Schleswig-Holstein verklappen. Das soll 1,2 Millionen Euro für eine neue Nationalparkstiftung bringen.

Schleswig-Holstein und Hamburg haben ihre “Schlammschlacht” für beendet erklärt. Die Hansestadt darf danach zunächst bis 2014 Schlick aus dem Hamburger Hafen vor der Westküste entsorgen. Damit soll der Zugang zum Hamburger Hafen gesichert werden. Dies teilten Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) in Kiel mit. Eine 2008 erteilte Genehmigung für die Verklappung von Hafenschlick in der Nordsee wird damit verlängert.
Noch im Sommer vergangenen Jahres hatte Habeck Bedenken gegen die Praxis geäußert und auf die Belastung der Sedimente mit giftigen Schwermetallen verwiesen. Am Dienstag erklärte der Minister, der “Hamburger Hafen ist extrem wichtig – auch für Schleswig-Holstein.”

Wegen des Streits um die Windmesse Husum hatte die von Hamburg erbetene Verlängerung eines für den Zeitraum 2008 bis 2011 geschlossenen Schlick-Abkommens über Monate auf Eis gelegen. Die damals genehmigte Menge von 6,5 Millionen Kubikmetern wurde bis Ende 2011 mit zwei Millionen Kubikmetern bei weitem nicht ausgeschöpft. Die Höchstmenge und die Rahmenbedingungen bleiben auch nach der Verlängerung bis Ende 2014 bestehen, erklärte Habeck.

Um den Hafenzugang zu sichern, seien unterschiedliche Alternativen diskutiert worden, hieß es. Die Verklappung vor der Tonne E3 sei in der aktuellen Situation die verträglichste Lösung. Horch betonte: “Die Sedimente, die Hamburg zur Tonne E3 verbringen wird, erfüllen die strengen Anforderungen des Landes Schleswig-Holstein, die schon in den letzten Jahren für die Verbringung zu dieser Tonne angewendet wurden.” Bei dem Schlick handele es sich um gering belasteten Schlamm.

Gesamtkonzept soll zeitnah erstellt werden

Beide Seiten rechneten damit, dass 2013 mindestens 600.000 Kubikmeter Schlick verklappt werden müssen. Die Hamburger Port Authority zahlt dafür je Kubikmeter zwei Euro. Das Geld ist der Stock einer zu gründenden Stiftung Nationalpark Wattenmeer. Zudem müssen Hamburg und der Bund der Vereinbarung zufolge zeitnah und verbindlich ein Gesamtkonzept für das Sedimentmanagement in der Tideelbe erstellen. Ziel sei eine unter ökologischen Gesichtspunkten vertretbare, dauerhafte Lösung für die Entsorgung des gering belasteten Schlicks.
Die Grüne Umweltpolitikerin Marlies Fritzen sagte, sie könne die jetzt erzielte Einigung nicht bejubeln. Sie sei aber vertretbar. Ziel eines Gesamtkonzeptes müsse die für das Ökosystem verträglichste Variante sein. Dazu gehöre auch der Verzicht auf eine weitere Elbvertiefung. Mit der Haltung: “Weiterbaggern und nach uns die Sintflut” müsse Schluss sein.
Der CDU-Wirtschaftspolitiker Jens-Christian Magnussen begrüßte den Beschluss der Regierung. Er habe allerdings kein Verständnis dafür, dass der Hamburger Senat die letzten Jahre nicht genutzt habe, um eine alternative Verbringungsfläche zu finden. Bereits im Jahr 2008 habe der damalige Umweltminister Christian von Boetticher einen Folgevertrag wegen der schädlichen Umweltauswirkungen abgelehnt. An der betreffenden Tonne E3 sei noch im März 2009 auf Grund eines Befundes die sofortige Unterbrechung der Verbringung angeordnet worden.

“Zweifelhafte Müllgeschäfte zulasten der Nordsee”

Die Umweltverband BUND kritisierte die Vereinbarung als “zweifelhafte Müllgeschäfte zulasten der Nordsee”. “Statt sich um eine fachgerechte Entsorgung zu kümmern, kippt die Stadt Hamburg ihren Nachbarländern den Dreck einfach ins Meer”, kritisierte der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Jörg Lüth. Seit Jahren drücke sich Hamburg um ein Entsorgungskonzept für den jährlich anfallenden Hafenschlick, der durch jede weitere Elbvertiefung zugenommen hat.
Die Umweltschützer befürchten, dass der Schlick mit Schwermetallen belastet ist. Diese giftigen Stoffe könnten sich in der Nahrungskette anreichern und über den eigentlich gesunden Fisch dann beim Menschen landen. Hafenschlick müsse daher grundsätzlich an Land behandelt und dann entsorgt werden, forderte die Umweltorganisation.

http://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/hamburg-kippt-hafenschlick-vor-die-westkueste-id70169.html

Hamburg darf Hafenschlick vor Schleswig-Holstein verklappen | DIE WELT | 14.05.13

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Kiel (dpa/lno) – Hamburg darf Schlick aus dem Hamburger Hafen übergangsweise bis Ende 2014 vor der Westküste Schleswig-Holsteins entsorgen. Darauf haben sich die beiden Länder geeinigt, um weiterhin den Zugang zum Hamburger Hafen zu sichern, wie der Kieler Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Dienstag nach einem entsprechenden Beschluss des Kieler Kabinetts mitteilten. Schleswig-Holstein erklärte sich demnach bereit, eine 2008 erteilte Genehmigung für die Verklappung in die Nordsee zu verlängern. «Der Hamburger Hafen ist extrem wichtig – auch für Schleswig-Holstein», sagte Habeck. Um den Zugang zu sichern, seien unterschiedliche Alternativen diskutiert worden. Die Verklappung vor der Tonne E 3 sei in der aktuellen Situation die verträglichste Lösung. Horch betonte: «Die Sedimente, die Hamburg zur Tonne E 3 verbringen wird, erfüllen die strengen Anforderungen des Landes Schleswig-Holstein, die schon in den letzten Jahren für die Verbringung zu dieser Tonne angewendet wurden.» Bei dem Schlick handele es sich um gering belasteten Schlamm.

Es wird damit gerechnet, dass 2013 mindestens 600 000 Kubikmeter Schlick verklappt werden müssen. Die Hamburger Port Authority muss dafür Kompensationszahlungen von zwei Euro pro Kubikmeter Baggergut leisten. Das Geld ist der Stock einer zu gründenden Stiftung Nationalpark Wattenmeer. Die Stiftung soll baldmöglichst ins Leben gerufen werden.
Zudem müssen Hamburg und der Bund der Vereinbarung zufolge zeitnah und verbindlich ein Gesamtkonzept für das Sedimentmanagement in der Tideelbe erstellen. So soll eine unter ökologischen Gesichtspunkten vertretbare, dauerhafte Lösung für die Entsorgung des gering belasteten Schlicks gefunden werden. Damit sollen problematische Tiefgangsbeschränkungen für Seeschiffe im Hamburger Hafen künftig vermieden werden, teilte das Umweltministerium weiter mit.

Bereits von 2008 bis 2011 war Baggergut aus dem Hamburger Hafen bei Tonne E 3 in einen strömungsberuhigten Bereich mit mehr als 30 Meter Wassertiefe gebracht worden. Die genehmigte Menge von 6,5 Millionen Kubikmetern wurde bis Ende 2011 mit 2 Millionen Kubikmetern bei weitem nicht ausgeschöpft, wie das Umweltministerium mitteilte. Die Höchstmenge und die Rahmenbedingungen bleiben auch nach der Verlängerung bis Ende 2014 bestehen.

Die Umweltverband BUND kritisierte die Vereinbarung als «zweifelhafte Müllgeschäfte zulasten der Nordsee». «Statt sich um eine fachgerechte Entsorgung zu kümmern, kippt die Stadt Hamburg ihren Nachbarländern den Dreck einfach ins Meer», kritisierte der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Jörg Lüth. Seit Jahren drücke sich Hamburg um ein Entsorgungskonzept für den jährlich anfallenden Hafenschlick, der durch jede weitere Elbvertiefung zugenommen hat. Die Umweltschützer befürchten, dass der Schlick mit Schwermetallen belastet ist. Diese giftigen Stoffe könnten sich in der Nahrungskette anreichern und über den eigentlich gesunden Fisch dann beim Menschen landen. Hafenschlick müsse daher grundsätzlich an Land behandelt und dann entsorgt werden, forderte der BUND.

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article116181669/Hamburg-darf-Hafenschlick-vor-Schleswig-Holstein-verklappen.html