Mit ‘Helgoland’ getaggte Artikel

Jetzt kommt der Hafenschlick | KN-online.de | 15.05.2013

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Die Landesregierung hat die Verklappung von Hamburger Hafenschlick genehmigt und damit wütende Proteste ausgelöst. Naturschützer lehnten das „zweifelhafte Müllgeschäft zu Lasten der Nordsee“ ab, Fischer fürchten um ihren Fang.

„Jetzt geht die Sauerei wieder los“, schimpfte der Vorsitzende des Landesfischereiverbandes, Lorenz Marckwardt aus Eckernförde. Bei dem Baggergut, das bei Helgoland verklappt werden soll, handele es sich um „giftigen Hafenschlick“. Marckwardt erinnerte daran, dass die Fischer seit Jahren gegen die Schlickentsorgung in der Nordsee kämpfen, damit Fische nicht mit Schwermetallen belastet werden. Den Naturschützern warf Marckwardt vor, „Schweigegeld“ zu kassieren. Hintergrund: Hamburg, das bis Ende 2014 bis zu zwei Millionen Tonnen Schlick abkippen will, muss je Tonne zwei Euro an eine geplante Stiftung Wattenmeer zahlen.

Trotz der Öko-Gebühr übten auch Naturschützer gestern harsche Kritik an dem Schlick-Deal. „Hamburg kippt seinen Nachbarländern den Dreck einfach ins Meer, statt sich um eine fachgerechte Entsorgung zu kümmern“, bemängelte BUND-Vize Hans-Jörg Lüth. Der Schlick enthalte Cadmium, Kupfer, Zink und Quecksilber. Die Stoffe landeten über den Fisch beim Menschen.

Umweltminister Robert Habeck (Grüne) verteidigte das Schlick-Abkommen mit Hamburg als Übergangslösung. Bis Ende 2014 soll insbesondere Hamburg einen Weg finden, um den Schlick dauerhaft und ökologisch zu entsorgen. Hierzu ist im Juni ein erstes Treffen geplant.

Hamburg hatte schon 2008 zugesagt, ein Schlick-Konzept zu erarbeiten. Im Gegenzug hatte Kiel die Verklappung von bis zu 6,5 Millionen Tonnen Schlick etwa 60 Kilometer vor der Westküste bei der Tonne E3 erlaubt. Die Genehmigung lief Ende 2011 aus. Hamburg hatte bis dahin rund zwei Millionen Tonnen Baggergut verklappt.

Laut Habeck ist der Schlick nur gering belastet. Er versprach, die Verklappung wie bisher genau zu kontrollieren. Der Kreis Dithmarschen stimmte zu, Nordfriesland forderte Hamburg auf, endlich nach einer Alternative zu suchen.

Die Metropole hatte in den vergangenen Monaten mehrere Millionen Tonnen Hafenschlick einige Kilometer elbabwärts verklappt, um die Zufahrt zu den Containerterminals im Hafen frei zu halten. Einen Teil des Schlicks spülte die Elbe bereits zurück. Die Verklappung vor Helgoland könnte im Spätsommer beginnen. Der Auftrag muss zuvor europaweit ausgeschrieben werden.

Hamburg kippt Hafenschlick vor Helgoland in die Nordsee | Abendblatt.de | 11.07.2014

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Vor Helgoland sollen 800.000 Kubikmeter des mit Schwermetallen belasteten Sandes ins Meer gekippt werden. In Schleswig-Holstein befürchtet man, dass das zu Umweltproblemen führen könnte.

Hamburg beginnt am heutigen Freitag mit der Verklappung von Hafenschlick in der Nordsee. 800.000 Kubikmeter des mit Schwermetallen belasteten Sandes sollen rund 15 Kilometer vor Helgoland ins Meer gekippt werden. Schleswig-Holstein und Hamburg hatten sich 2013 auf diese Übergangslösung geeinigt. Sie läuft Ende dieses Jahres aus. Bis dahin will Hamburg einen anderen Weg gefunden haben, die Versandung des Hafens zu verhindern. Ob dieser Termin zu halten ist, gilt als fraglich. Zudem werden alle anderen Lösungen deutlich teurer werden als die bisherige.

Der Schlick sorgt seit Jahren für Streit zwischen den beiden Ländern. In Schleswig-Holstein befürchtet man, dass die Schwermetalle zu Umweltproblemen führen könnten. 2012 sprach das Land gar ein Verklappungsverbot aus. Der nun geltende Kompromiss beinhaltet erstmals eine finanzielle Gegenleistung. Pro Kubikmeter Schlick muss Hamburg zwei Euro zahlen. 1,6 Millionen Euro werden nun also fällig. Schleswig-Holstein will das Schlickgeld in eine noch zu gründende Stiftung Nationalpark Wattenmeer stecken, die Naturschutzmaßnahmen finanziert. Gern wird das Geld nicht genommen. Robert Habeck (Grüne), Schleswig-Holsteins Umweltminister, mahnte : “Hamburg muss wissen, dass wir eine nachhaltige Lösung des Schlickproblems brauchen.”

http://www.abendblatt.de/region/article130034581/Hamburg-kippt-Hafenschlick-vor-Helgoland-in-die-Nordsee.html

Hamburg verklappt Hafenschlick vor Helgoland | NDR 90,3 | 11.07.2014

Sonntag, 20. Juli 2014

Hamburg wird in den kommenden Wochen rund 800.000 Kubikmeter Hafenschlick vor Helgoland in der Nordsee entsorgen. Am Freitag begannen die Baggerarbeiten in der Hansestadt. So soll sichergestellt werden, dass der Hafen auch in den trockenen Sommermonaten zugänglich ist.

http://www.ndr.de/nachrichten/Hafenschlick-wird-vor-Helgoland-verklappt,hafenschlick118.html