Das Baggergutaufkommen wächst kontinuierlich. Gleichzeitig verknappen Entsorgungskapazitäten. Die Verklappung des anfallenden Abfalls im Meer stößt auf immer stärkere Widerstände.

Die nachfolgende Sammlung von Presseartikeln, Studien, Gutachten und weiterführenden Links verbildlicht die Relevanz der SEDITEC-Technologie.

Gleichzeitig ist sie schlagkräftiger Indikator für das SEDITEC-Marktpotential.

Hamburg darf Hafenschlick vor Schleswig-Holstein verklappen | DIE WELT | 14.05.13

Datum: 08. Oktober 2014
Autor: admin

Kiel (dpa/lno) – Hamburg darf Schlick aus dem Hamburger Hafen übergangsweise bis Ende 2014 vor der Westküste Schleswig-Holsteins entsorgen. Darauf haben sich die beiden Länder geeinigt, um weiterhin den Zugang zum Hamburger Hafen zu sichern, wie der Kieler Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) am Dienstag nach einem entsprechenden Beschluss des Kieler Kabinetts mitteilten. Schleswig-Holstein erklärte sich demnach bereit, eine 2008 erteilte Genehmigung für die Verklappung in die Nordsee zu verlängern. «Der Hamburger Hafen ist extrem wichtig – auch für Schleswig-Holstein», sagte Habeck. Um den Zugang zu sichern, seien unterschiedliche Alternativen diskutiert worden. Die Verklappung vor der Tonne E 3 sei in der aktuellen Situation die verträglichste Lösung. Horch betonte: «Die Sedimente, die Hamburg zur Tonne E 3 verbringen wird, erfüllen die strengen Anforderungen des Landes Schleswig-Holstein, die schon in den letzten Jahren für die Verbringung zu dieser Tonne angewendet wurden.» Bei dem Schlick handele es sich um gering belasteten Schlamm.

Es wird damit gerechnet, dass 2013 mindestens 600 000 Kubikmeter Schlick verklappt werden müssen. Die Hamburger Port Authority muss dafür Kompensationszahlungen von zwei Euro pro Kubikmeter Baggergut leisten. Das Geld ist der Stock einer zu gründenden Stiftung Nationalpark Wattenmeer. Die Stiftung soll baldmöglichst ins Leben gerufen werden.
Zudem müssen Hamburg und der Bund der Vereinbarung zufolge zeitnah und verbindlich ein Gesamtkonzept für das Sedimentmanagement in der Tideelbe erstellen. So soll eine unter ökologischen Gesichtspunkten vertretbare, dauerhafte Lösung für die Entsorgung des gering belasteten Schlicks gefunden werden. Damit sollen problematische Tiefgangsbeschränkungen für Seeschiffe im Hamburger Hafen künftig vermieden werden, teilte das Umweltministerium weiter mit.

Bereits von 2008 bis 2011 war Baggergut aus dem Hamburger Hafen bei Tonne E 3 in einen strömungsberuhigten Bereich mit mehr als 30 Meter Wassertiefe gebracht worden. Die genehmigte Menge von 6,5 Millionen Kubikmetern wurde bis Ende 2011 mit 2 Millionen Kubikmetern bei weitem nicht ausgeschöpft, wie das Umweltministerium mitteilte. Die Höchstmenge und die Rahmenbedingungen bleiben auch nach der Verlängerung bis Ende 2014 bestehen.

Die Umweltverband BUND kritisierte die Vereinbarung als «zweifelhafte Müllgeschäfte zulasten der Nordsee». «Statt sich um eine fachgerechte Entsorgung zu kümmern, kippt die Stadt Hamburg ihren Nachbarländern den Dreck einfach ins Meer», kritisierte der stellvertretende Landesvorsitzende Hans-Jörg Lüth. Seit Jahren drücke sich Hamburg um ein Entsorgungskonzept für den jährlich anfallenden Hafenschlick, der durch jede weitere Elbvertiefung zugenommen hat. Die Umweltschützer befürchten, dass der Schlick mit Schwermetallen belastet ist. Diese giftigen Stoffe könnten sich in der Nahrungskette anreichern und über den eigentlich gesunden Fisch dann beim Menschen landen. Hafenschlick müsse daher grundsätzlich an Land behandelt und dann entsorgt werden, forderte der BUND.

http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/hamburgschleswigholstein_nt/article116181669/Hamburg-darf-Hafenschlick-vor-Schleswig-Holstein-verklappen.html

Hamburg verklappt Hafenschlick vor Helgoland | NDR 90,3 | 11.07.2014

Datum: 20. Juli 2014
Autor: Jan Reichert

Hamburg wird in den kommenden Wochen rund 800.000 Kubikmeter Hafenschlick vor Helgoland in der Nordsee entsorgen. Am Freitag begannen die Baggerarbeiten in der Hansestadt. So soll sichergestellt werden, dass der Hafen auch in den trockenen Sommermonaten zugänglich ist.

http://www.ndr.de/nachrichten/Hafenschlick-wird-vor-Helgoland-verklappt,hafenschlick118.html

Hamburg kippt Hafenschlick vor die Westküste | SHZ | 15.05.2013

Datum: 20. Mai 2013
Autor: Jan Reichert

Weitere 600.000 Kubikmeter Schlamm darf Hamburg in der Nordsee vor Schleswig-Holstein verklappen. Das soll 1,2 Millionen Euro für eine neue Nationalparkstiftung bringen.

http://www.shz.de/nachrichten/deutschland-welt/hamburg-kippt-hafenschlick-vor-die-westkueste-id70169.html

Hafenschlick bremst Containerschiffe aus | Die Welt | 23.10.2012

Datum: 30. Oktober 2012
Autor: Jan Reichert

Weil Schleswig-Holstein im Streit über die Windmesser in Husum einen Vertrag zur Unterbringung von Baggergut blockiert, kann das Hafenbecken nicht ausgebaggert werden.

http://www.welt.de/regionales/hamburg/article110145103/Hafenschlick-bremst-Containerschiffe-aus.html

Bremerhavener Hafenschlick soll in Rotterdam gelagert werden | Verkehrsrundschau | 13.01.2011

Datum: 05. März 2011
Autor: Jan Reichert

Hafenschlick aus Bremerhaven soll künftig auf einer Spezialdeponie im niederländischen Rotterdam gelagert werden. Ein entsprechendes Modellvorhaben hat die Hafengesellschaft bremenports am Donnerstag gestartet. Mittelfristig könne etwa die Hälfte der jährlichen Baggermenge von rund 200.000 Kubikmetern ins Nachbarland verschifft werden, sagte Bremenports-Geschäftsführer Dr. Stefan Woltering.

http://www.verkehrsrundschau.de/bremerhavener-hafenschlick-soll-in-rotterdam-gelagert-werden-999836.html