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Schatzsuche nach Seltenen Erden | Br.de | 10.09.2013

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Seltene Erden sind besondere Metalle. Ohne sie gäbe es keine Smartphones und viele andere technische Geräte auch nicht. Doch der Hauptlieferant China beschränkt die Ausfuhr. Jetzt wird hierzulande gesucht, auch in Bayern.

Smartphones, Notebooks, LED-Leuchten, Elektromotoren – diese und noch viel mehr Hightech-Produkte würden ohne die Seltenerdmetalle nicht funktionieren. Zwar werden die wertvollen Rohstoffe jeweils nur in sehr kleinen Mengen eingesetzt, ähnlich etwa wie seltene Gewürze beim Kochen, doch genau wie die Gewürze spielen auch die Seltenen Erden eine entscheidende Rolle.

Die abgekürzte Bezeichnung “Seltene Erden” ist gleich doppelt missverständlich: Eigentlich müssten sie “Metalle der Seltenen Erden” heißen – und selten sind sie auch nicht.

Die ersten dieser Metalle wurden Ende des 18. Jahrhunderts in Schweden entdeckt. Sie kamen in seltenen Mineralien vor und wurden in Form ihrer Oxide – Sauerstoffverbindungen, die früher auch “Erden” genannt wurden – isoliert. Daher stammt der Begriff “Seltene Erden”. Ihre Grundstoffe selbst kommen in Erzen weltweit relativ häufig vor: Selbst das seltenste stabile Element der Seltenen Erden – Thulium – findet sich noch öfter als Gold. Größere, zusammenhängende Lagerstätten davon sind allerdings tatsächlich rar.

Zu den Seltenen Erden werden 17 Metalle gezählt: Scandium, Yttrium und Lanthan – und die 14 im Periodensystem auf das Lanthan folgenden Metalle, die sogenannten Lanthanoide. Dazu gehören etwa Cer, Praseodym, Neodym, Europium und Yttrium.

Wirklich selten sind die Seltenerdmetalle nicht – eigentlich kommen sie überall vor, allerdings in kleinen Mengen. Größere, wirtschaftlich rentable Lagerstätten sind tatsächlich spärlich gesät. Bis zu 97 Prozent der Seltenerdmetalle kommen derzeit aus China.

Da sie billig aus China zu bekommen waren, hatten andere Länder seit den 1990er-Jahren die nicht so einfache und häufig umweltschädliche Förderung zurückgefahren. Auflagen wurden häufig missachtet, beim Abbau mit Säuren, die die Metalle aus den Bohrlöchern waschen, entstanden Abfallprodukte und giftige Abwässer, die das Grundwasser verschmutzten. Nach Jahren der Ausbeutung trat China 2010 auf die Bremse und schränkte den Export ein: Das Land will Umweltschäden verringern und eine exzessive Förderung verhindern – das treibt die Preise nach oben. So günstig wie früher werden die Spezialrohstoffe nicht mehr zu bekommen sein.

Eine alternative Quelle für die begehrten Rohstoffe wäre Recycling: Allein in Deutschland liegen vermutlich 80 Millionen alte Mobiltelefone in Schubladen und Schränken herum. Auch in Computern, Monitoren, Fernsehern und anderer Elektronik verbergen sich die wertvollen Metalle. Allerdings gibt es noch kein ausgereiftes Verfahren, um die Seltenen Erden in großem Stil zurückzugewinnen. Vermutlich dauert es noch fünf bis zehn Jahre, bis die Technik soweit ist. Dann könnten aber in Deutschland 100 bis 500 Tonnen zurückgewonnen werden. Ein relativ kleine Menge, die die Nachfrage aber trotzdem etwas entspannen würde.

http://www.br.de/themen/wissen/seltene-erden-seltenerdmetalle100.html

Chinas Seltene-Erden-Politik

Mittwoch, 03. November 2010

“Die Metalle aus der Gattung der seltenen Erden haben eine bemerkenswerte Preisexplosion hinter sich – und damit einhergehend auch alle Aktien, die irgendetwas mit dem Thema zu tun haben. In den vergangenen Wochen hat sich der Ansturm auf tatsächliche und vermeintliche Selten-Erden-Investments nochmals deutlich verstärkt. Zuvor gingen Meldungen um die Welt, wonach China den Export der begehrten Metalle sichtlich gedrosselt hat…”

Wallstreet:Online, 03.11.2010

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/3045326-chinas-seltene-erden-politik

Jäger der Seltenen Erden

Montag, 01. November 2010
“Wer in Deutschland die begehrten Rohstoffe kaufen will, kommt an Gunther Maassen nicht vorbei. Der Bonner Händler hat beste Kontakte nach China, wo die seltene Erden fast ausschließlich gewonnen werden. Noch gelingt es ihm meist, die Wünsche seiner Kunden zu erfüllen. Noch…”
“…Am Markt für Seltenerden geht es so turbulent zu wie nie zuvor. Ohne die Mineralien sieht es übel aus für viele Zukunftstechnologien. Europium, Neodym, Lanthan und ihre Verwandten stecken in Hochleistungsmagneten für Elektroautos, in Windturbinen und Plasmabildschirmen. Die Nachfrage steigt ständig. Das ist ein Grund für die Verknappung – und für Preise, die sich in kurzer Zeit verzigfacht haben.

Der andere Grund liegt darin, dass ein einziges Land 97 Prozent der Weltproduktion kontrolliert: China. Die Volksrepublik verfügt zwar nur über ein Drittel der weltweiten Vorkommen seltener Erden…”

FTD.de, 01.11.2010

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/rohstoffe/:agenda-jaeger-der-seltenen-erden/50187363.html

Deutschland gehen die Seltenen Erden aus

Donnerstag, 21. Oktober 2010

“Deutschen Firmen geht der Rohstoff „Seltene Erden“ aus, Hochtechnologie-Metalle, die für Elektroprodukte wie Mobiltelefone und Motoren benötigt werden. Da China 97 Prozent der weltweiten Menge an Seltenen Erden produziert und nun seinen Export eingeschränkt hat, ist Deutschland von den Auswirkungen betroffen…”

FOCUS Online, 21.10.2010

http://www.focus.de/politik/weitere-meldungen/rohstoffe-deutschland-gehen-die-seltenen-erden-aus_aid_564548.html

Rohstoffengpass Seltene Erden

Donnerstag, 21. Oktober 2010

“Seit Jahren haben Experten gewarnt – nun ist der Ernstfall eingetreten: Erste Firmen in Deutschland bekommen keine Metalle für die Hochtechnologie mehr geliefert, die sogenannten Seltenen Erden sind ihnen ausgegangen. Das erfuhr SPIEGEL ONLINE aus Industriekreisen. Die Betriebe werden ihre Produktion vermutlich einschränken müssen. Der Grund für die Verknappung: China exportiert weniger Seltene Erden. Gleichzeitig hält das Land quasi das Monopol auf die Hochtechnologie-Metalle, produziert 97 Prozent der weltweiten Menge. “Wir stehen am Beginn einer Versorgungskrise”, sagt der Geologe Harald Elsner von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).”

Spiegel Online 21.10.2010

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,724405,00.html