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Scholz: Elbvertiefung ist Schicksalsfrage für Hamburg | Abendblatt.de | 08.10.2014

Donnerstag, 09. Oktober 2014

Nach der vertagten Entscheidung zur Elbvertiefung gab Hamburgs Bürgermeister am Mittwoch eine Regierungserklärung ab. Scholz fürchtet Konsequenzen für Hamburg – und für Europa. Hamburg. Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) hat die Elbvertiefung in einer Regierungserklärung am Nachmittag als Schicksalsfrage für Hamburg, aber auch den Norden insgesamt bezeichnet. “Hamburgs Wohlstand und die wirtschaftliche Stärke der Stadt beruhen letztlich auf ihrer Lage am Wasser”, sagte er vor den Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft.
“Wir sind in der Pflicht, dieses nicht zu gefährden – Stillstand wäre nicht gut für den Norden”, so Scholz. Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs werde aber auch Konsequenzen für ganz Europa haben. “Sollte die Auslegung der Wasserschutzrichtlinie dazu führen, dass alle Projekte, die auch nur marginal gegen das Verschlechterungsverbot verstoßen, scheitern, wären zahlreiche Infrastrukturprojekte in ganz Europa davon betroffen”, sagte der SPD-Politiker. Nicht nur im Sinne der eigenen Konkurrenzfähigkeit, sondern als überzeugte Europäer müsse man deshalb hoffen, dass bei der Anwendung der Europäischen Umweltrichtlinie nicht “der Fisch mit dem Wasser” ausgeschüttet werde.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte die Entscheidung über die von Umweltverbänden angestrengte Klage gegen die Fahrrinnenanpassung in der vergangenen Woche ausgesetzt – und will nun zunächst ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) zu einem sehr ähnlich gelagerten Verfahren zur Weser abwarten, bevor es selbst entscheidet. Das Leipziger Gericht hatte unterschiedliche Mängel in den vom SPD-Senat eingereichten Unterlagen moniert. Die Opposition warf Bürgermeister Scholz und seiner Regierung daraufhin mangelnde Sorgfalt vor.
Scholz konterte in seiner Regierungserklärung, nach der vorläufigen Einschätzung der Bundesverwaltungsrichter gebe es zwar einzelne Mängel an den Planfeststellungsbeschlüssen, diese seien aber behebbar und führten weder einzeln noch in ihrer Summe zur Aufhebung der Feststellungsbeschlüsse. Ausdrücklich nahm Scholz auch früher mit dem Verfahren befasste Senatoren wie Axel Gedaschko und Gunnar Uldall (beide CDU), frühere und aktuelle Bundesverkehrsminister wie auch seine Amtsvorgänger als Bürgermeister, Ole von Beust und Christoph Ahlhaus (beide CDU) vor Kritik in Schutz.
Oppositionsführer Dietrich Wersich (CDU) übte in seiner Antwort heftige Kritik an den regierenden Sozialdemokraten. “Anspruch und Wirklichkeit klafften noch nie so weit auseinander wie beim derzeitigen Senat”, sagt der CDU-Spitzenkandidat. Dabei bezog er sich auch auf die Elbvertiefung. In einer der wichtigsten Fragen für die Stadt habe Olaf Scholz sein Versprechen vom ordentlichen Regieren nicht halten können. “Der Bürgermeister und die SPD tun so, als ob sie Opfer höherer Mächte wären.” Die hochmütige Kritik gegenüber seinen Vorgängern im Amt als Bürgermeister und seine vollmundigen Ankündigungen entbehre jeder Grundlage. Wersich: “Die Glaubwürdigkeit des Senats ist in der ganzen Welt beschädigt.”

SPD-Fraktionschef Andreas Dressel wies den Angriff der Opposition zurück. “Die Schuldzuweisungen des Herrn Wersich waren schon ein bisschen Wahlkampf.” Die Sozialdemokraten, so Dressel, hätten ihre Hausaufgaben gemacht. “Das war ordentlich regiert.” Die unklare Wasserrahmenrichtlinie der EU liegt außerhalb der Verantwortung des Senats.”
Auch Jens Kerstan, Fraktionschef der Grünen, ging auf die Elbvertiefung ein. “Die Gerichtsentscheidung ist die Quittung für die jahrelange Ignoranz der Hafenwirtschaft und des Senats gegenüber ökologischen Belangen. Aber der Bürgermeister zeigt lieber mit dem Finger auf Andere.” Dieser Hochmut, mahnt er, steht Ihnen nicht gut zu Gesicht, Herr Bürgermeister!”

http://www.abendblatt.de/hamburg/article133059482/Scholz-Elbvertiefung-ist-Schicksalsfrage-fuer-Hamburg.html

Schatzsuche nach Seltenen Erden | Br.de | 10.09.2013

Mittwoch, 08. Oktober 2014

Seltene Erden sind besondere Metalle. Ohne sie gäbe es keine Smartphones und viele andere technische Geräte auch nicht. Doch der Hauptlieferant China beschränkt die Ausfuhr. Jetzt wird hierzulande gesucht, auch in Bayern.

Smartphones, Notebooks, LED-Leuchten, Elektromotoren – diese und noch viel mehr Hightech-Produkte würden ohne die Seltenerdmetalle nicht funktionieren. Zwar werden die wertvollen Rohstoffe jeweils nur in sehr kleinen Mengen eingesetzt, ähnlich etwa wie seltene Gewürze beim Kochen, doch genau wie die Gewürze spielen auch die Seltenen Erden eine entscheidende Rolle.

Die abgekürzte Bezeichnung “Seltene Erden” ist gleich doppelt missverständlich: Eigentlich müssten sie “Metalle der Seltenen Erden” heißen – und selten sind sie auch nicht.

Die ersten dieser Metalle wurden Ende des 18. Jahrhunderts in Schweden entdeckt. Sie kamen in seltenen Mineralien vor und wurden in Form ihrer Oxide – Sauerstoffverbindungen, die früher auch “Erden” genannt wurden – isoliert. Daher stammt der Begriff “Seltene Erden”. Ihre Grundstoffe selbst kommen in Erzen weltweit relativ häufig vor: Selbst das seltenste stabile Element der Seltenen Erden – Thulium – findet sich noch öfter als Gold. Größere, zusammenhängende Lagerstätten davon sind allerdings tatsächlich rar.

Zu den Seltenen Erden werden 17 Metalle gezählt: Scandium, Yttrium und Lanthan – und die 14 im Periodensystem auf das Lanthan folgenden Metalle, die sogenannten Lanthanoide. Dazu gehören etwa Cer, Praseodym, Neodym, Europium und Yttrium.

Wirklich selten sind die Seltenerdmetalle nicht – eigentlich kommen sie überall vor, allerdings in kleinen Mengen. Größere, wirtschaftlich rentable Lagerstätten sind tatsächlich spärlich gesät. Bis zu 97 Prozent der Seltenerdmetalle kommen derzeit aus China.

Da sie billig aus China zu bekommen waren, hatten andere Länder seit den 1990er-Jahren die nicht so einfache und häufig umweltschädliche Förderung zurückgefahren. Auflagen wurden häufig missachtet, beim Abbau mit Säuren, die die Metalle aus den Bohrlöchern waschen, entstanden Abfallprodukte und giftige Abwässer, die das Grundwasser verschmutzten. Nach Jahren der Ausbeutung trat China 2010 auf die Bremse und schränkte den Export ein: Das Land will Umweltschäden verringern und eine exzessive Förderung verhindern – das treibt die Preise nach oben. So günstig wie früher werden die Spezialrohstoffe nicht mehr zu bekommen sein.

Eine alternative Quelle für die begehrten Rohstoffe wäre Recycling: Allein in Deutschland liegen vermutlich 80 Millionen alte Mobiltelefone in Schubladen und Schränken herum. Auch in Computern, Monitoren, Fernsehern und anderer Elektronik verbergen sich die wertvollen Metalle. Allerdings gibt es noch kein ausgereiftes Verfahren, um die Seltenen Erden in großem Stil zurückzugewinnen. Vermutlich dauert es noch fünf bis zehn Jahre, bis die Technik soweit ist. Dann könnten aber in Deutschland 100 bis 500 Tonnen zurückgewonnen werden. Ein relativ kleine Menge, die die Nachfrage aber trotzdem etwas entspannen würde.

http://www.br.de/themen/wissen/seltene-erden-seltenerdmetalle100.html

MWH Joint Venture Wins Port Contract Extension.

Montag, 17. November 2008

„… MWH, a global provider of environmental engineering and construction services, and it’s joint venture partner, Keppel Seghers, has won a contract extension to oversee the construction of a mechanical dewatering plant at the Port of Antwerp.

The plant, scheduled for completion in October 2010, will treat 600.000 tons dry matter (sediment) each year and will allow the Port of Antwerp, one of Europe’s main cargo gateways, to remain open and safe for large vessels …“.

Water&Wastwater News. 17.11.2008

www.wwn-online.com/articles/69233

The 50m Silt Mountain.

Freitag, 10. Oktober 2008

„… It’s  called the Antwerpse Mechanische Ontwatering, Recyclage en Applicatie van Slib (AMORAS – Antwerp Mechanical Dewatering, Recycling and Application of Silt) and it’s designed to give the Port of Antwerp a permanent solution for recycling and storage of dredged sediment.

The contract calls for the system’s design and construction over 30 months, followed by operation over 15 years – and the deal’s worth a total of €400M to winning joint venture company SeReAnt. — Flemish government has thus decided to build the mechanical silt dewatering plant in the port area as a lasting and innovative solution …“.

Dredging and Port Construction Magazine. 10.10.2008

www.dpcmagazine.com